von Spiel-Forschern und der Spiel-Werkstadt

die Hügel als Spiellandschaft für alle Generationen
die Hügel als Spiellandschaft für alle Generationen

Bittet man Kinder auf dem Schulhof oder auf dem Spielplatz all ihre Spielideen aufzuzählen, so kommen sie auf durchschnittlich 7-8 unterschiedliche Nennungen: Fußball, Verstecken, Ticken, Seilspringen,... Dass die Generation unserer Urgroßeltern als Kinder noch bis zu 90 Spiele bei einer ähnlichen Befragung aufzählen konnten, sollte uns allerdings zu denken geben.

 

Denn auch wenn wir Ursachen für diese Entwicklung schnell formulieren können (Autos, Medienkonsum, der veränderte Lebensstandard,...), so ist doch festzustellen, dass das Wissen um einfache Straßenspiele allmählich verloren geht, wie eine Sprache, die man nicht mehr spricht. Und dies gilt sowohl bei den Kindern, wie auch bei den Eltern und Pädagog/innen.

 

"Spielforschung" und "Spiel-Werkstätten" bezeichnen die Methoden, mit denen die Akteure jeden Alters wieder eigene Impulse für ihre Lebenswelt entwickeln können. Hierbei werden die bestehenden Bewegungsräume spielerisch und doch zielorientiert auf ihr verborgenes Potential untersucht. Freiflächen, Raumgestaltungen und Spielgeräte werden neu gedeutet, mit den informellen Spielorten des Quartiers verknüpft und über kreative Versuche der "Forschergruppe" allmählich von ihrer Monofunktionalität befreit. Die Stadt wird zum realen Spielfeld, das an Spannung endlich wieder mit digitalen Simulationen konkurrieren kann. Anregungen und Inhalte für Spiel-Werkstätten lassen sich in vielen Richtungen finden:

  • Spiele von Früher
  • Spiele aus anderen Kulturen
  • Spiele auf lokale Gegebenheiten zuschneiden
  • Brett- und Computerspiele nach Draußen übersetzen
  • klassische Sportarten auf Spielplätze bringen
  • aktuelle Trendideen austesten
  • oder gleich ganz neue Spiele selbst entwickeln, benennen und verbreiten

Martin Legge, Am Brabandkanal 4, 22297 Hamburg,      0151-11661402    040/2509583      martin.legge(at)stadtfinder.de